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Uranerzgewinnung in der Region


Die Geschichte der Uranerzgewinnung fa'llt vorwiegend in den Zeitabschnitt der zweiten Hälfte des 20Jahrhunderts, obwohl man im Revier der SanktVeitsZeche schon vorher arbeitete. Forschungsarbeiten verliefen überwiegend in den sechziger und siebziger Jahren auf den Gebieten: Dolni Žandov, Brtná, Stará Voda, Kladská, Sv. Anna und Hlinné. Die Forschungsarbeiten brachten aber negative oder unrentable Ergebnisse. Ergiebige Uranerzlager wurden in den Lokalitäten Dyleò, Vítkov und Zadní Chodov bewiesen. Diese Lager wurden dem Betrieb Uranové doly Západní Èechy /UranBergbaubetrieb Westböhmen/ übergeben.

Erzlagerstätte Zadní Chodov

Die Region um Zadni Chodov ist ein altes Bergbaugebiet, reich an Nutzmineralen, die U, Pb, Bi, Cound CuErze enthalten.

Im Gebiet zwischen Zadní Chodov und Horní Ves wurden Forschungsarbeiten /hauptsachlich nach UErz/ von deutschen Geologen am Anfang des 20. Jahrhunderts durchgeführt /ca. 24 Testschachten wurden abgeteuft/.

Eine Grunduntersuchung in breiterer Umgebung des Lagers verlief bereits seit Anfang 1946. Im August 1952 wurde das eigene UranErzlager Zadni Chodov bei AutoGammaForschung entdeckt. Man begann sofort den Schacht Nr. la /=19a/ zu teufen und nach dessen Verschüttung begann man die Schachten Nr. l, 2, und 3 zu teufen. In jener Zeit wurden die Arbeiten unter der Leitung von sowjetischen Geologen durchgeführt.

Mit Rücksicht auf den ziemlich variablen Erzgehalt /ca. von 0,4 bis 15 m/ war es problematisch, Mechanisierung bei der Bergarbeit einzuführen. Beim Abschlagen des Gesteins verwendete man Schubkarren, "šimeèek" /eine Haspel mit handgelenkter Kratze/, Kratzhaspel und Kratzförderer und in kleinem Ma6e gleislose Lader mit Speicher.

Das Abbrechen von Gestein wurde mit der Hand gemacht /Spitzhacke, Abbauhammer/, oder durch Sprengarbeiten, wobei man für das FrontAnbohren den Bohrhammer von Typ VK22 verwendete.

Im Fundort Zadni Chodov wurden 31 995 611 m Gestein abgebaut, davon am Erzabbaustoß l 618 421 m' /Schacht Nr. l = 246 618 m, Schacht Nr. 2 = 256 788 m, Schacht Nr. 3 l 086 015 m/, was l 990 229 Tonnen Erzgestein mit 0,204% Durchschnitsgehalt an Erz und 4 066 Tonnen von Metall darstellt.

Es wurden insgesamt: 181 760 m von Forschangsbohrlöchern gebohrt,

172 470 m von Horizontalstollen vorangetrieben,

75 756 m von vertikalen Schachten abgeteuft.

Erreichte Tiefe der Schachten:
Nr. l..... 401,6 m
Nr. 2..... 775,9 m
Nr. 3.....1263,2 m
Nr. 12 ... 780,4 m
Nr. 13... 1083,8 m
Der letzte aufgefahrene Schacht Nr. 28 befindet sich 1.208,2 m unter der Erdoberfläche.

Das Bergwerk beschäftigte ca. 200 430 Mitarbeiter.

Im Schacht Nr. l wurde die Förderung zum 01.01.1963 beendet Im Schacht Nr. 2 wurde die Förderung zum 01.01.1989 beendet. Im Schacht Nr. 3 wurde die Förderung zum 18.12.1992 beendet. Die Grube begann man am 22.3.1993 durch das Ersaufen zu verschließen.

Der letzte Rest des Fördergerüstes im Gebiet wurde am 24.11.1993 auf dem Schacht Nr. 3 abgerissen.

Nach dem Abreißen aller Förderturme wurden alle Schachten verschüttet.

Erzlager Vitkov II

In unmittelbarer Umgebung des UranErzlagers Vitkov II betrieb man in der Vergangenheit keinen Bergbaubetrieb. Der historische Abbau verlief erst in der Zeit vor den Hussitenkriegen, und zwar in der Nahe von Vítkov, namlich in: Poøejov, Svìtce, Tachov, Malý Rapotín, Pernolec, Trnová, Pavlovice und Bezdìkov.

Vor der Feststellung des Erzlagers Vitkov II gab es eine weiträumige Untersuchung des Massivs bei Bor (Haidt), die 1953 54 begann, wann Erzvorkommen in Lagerörtern Bfezi /1953/ und Ostrov bei Tachov /1953 547, in Oldøichov /1954/, Pernolec und bei der Gemeinde Vítkov Vitkov I. entdeckt wurden.

Erst im Mai 1960 wurde das industriemaßige Uranerzlager Erzlager Vitkov II bewiesen. Der Abbau begann in einer Testsohle und am Ausgang gab es auch Tagebau. Der Abbau erfolgte vorwiegend im Granit. Die Endtiefe des Schachtes erreichte 950,9 m, wobei man 16 Sohlen ausgeschlagen hatte. Als zweiter Fluchtweg in der Grube diente das Förderrolloch /JK/ Klíèov Nr. 10, das eine Tiefe von 738,5 m erreichte. Die tiefste /XXI./ Forschungssohle wurde in der Tiefe von 922,2 m aufgefahren.

Für das Brechen eines Kubikmeters von Gestein waren bei der Abbauarbeit fast 4kg Sprengstoff nötig. Die Abbauarbeit wurde vorwiegend durch sog. offenen Kammerabbau oder durch Aufstiegsmethode durchgeführt. Es wurden beim Abbau insgesamt l 860 154 Kubikmeter Gestein und 3 205 100 Tonnen Erz mit durchschnittlichem Metallinhalt von 0,124% und 3 973 Tonnen Metall ausgebrochen. Zum Erzabbau verwendete man Kratzer, NN12 VLader, Cavo310 oder T2GH. Der Abbau beinfluBte einige Einstürze auf der Erdoberflache. In 1964, 1966, 1971 kam es zum Einsturz in die Kammer beim Abbau der Zone 03 bis zum Niveau der 6. Sohle /Gesamtinhalt 90 000 Kubikmeter/. Im Dezember 1971 ist die Zonenbindung 020/22 und 030 11 000 Kubikmeter eingestürzt, und weiterhin 1982 in der Zone 030 Einsturz im Volumen von 5 000 Kubikmeter Gestein. Alle diese Einstürze wurden nachfolgend zugeschüttet, ihre Umgebung umzaumt und weitere mögliche Senkung beobachtet.

In der Grube wurden insgesamt
631 637,0 m Bohrlöcher gebohrt,
82 973,1 m Horizontalstollen vorgetrieben,
44 372,5m. Schachten und Zwischenortschachte abgeteuft.
In der Gruben waren ca. 330475 Mitarbeiter beschaftigt.

Der letzte symbolische Wagen wurde am 19.12.1990 in der Grube Vitkov II gefördert, und Anfang Januar 1991 begann man die Grube zu liquidieren und verwassern.

Der Schacht Klíèov Nr. 10 ist bis zur Erdoberflache geschüttet, der Hauptschacht Nr. VII ist im Raum zwischen der 1. Sohle und der Oberflache mit einem "Stopfen" verschlossen und an der Oberflache ist eine Betonplatte gelegen.

Uranerzlager Dyleò

Das Uranerzlager Dyleò wurde mittels AutoGammaProfilieren im Jahre 1964 entdeckt.

Auf der entscheidenden Erzlinse wurde eine Tagebaugrube errichtet und unweit von ihr der Schacht Nr. 73, den man später Schacht D l benannte. In der Tiefe von 69,6 m unter der Erdoberflache wurde die erste Testsohle ausgeschlagen. Diese Arbeiten wurden durch die geologische Forschung der Uranindustrie Pøíbram durchgeführt.

Die Erzlagerstätte wurde am 1.5.1966 dem Bergbaubetrieb UDZÈ /Uranbergwerke Westböhmen/ übergeben.
Die Grube wurde durch den l 003,7 m tiefen Schacht D I und den l 258,4 m tiefen Schacht D II aufgeschlossen.
Es wurden 18 Sohlen aufgefahren, von denen die tiefste 22. Sohle sich in einer Tiefe von l 226,0 m befand.
Meistaufgefahren war die fünfte Sohle, in einer Tiefe von 264 m. Das Erzlager wurde hier l 450 m lang und l 260 m breit erforscht.
Die Gewinnung wurde vor allem mittels der Vorstoßabbaumethode mit Vorsatz und der sog. offenen Kammer durchgeführt.
Beim Abteufen wurden isgesamt 421 592 Kubikmeter Gestein geschlagen.
Es wurden 786 706 Tonnen Erzgestein ausgebrochen, das bei 0,140 % Erzinhalt l 121,0 Tonnen Metall ergab.
In der Grube wurden im Ganzen 130 280,7 m Bohrlöcher gebohrt, 28 242,1 m Horizontalgange vorgetrieben und 13 774,5 m von Schachten und Zwischenortschachten abgeteuft.
Während seines Betriebes beschäftigte dieses Bergwerk ca. 100 150 Mitarbeiter.
Die Förderung wurde zum 31.8.1991 beendet.



Josef Ansl, 2003