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Šliks Geldgesprägestätte

Šliks Geldgesprägestätte


Der Betrieb in der Geldprägestätte wurde 1627 aufgenommen. Zur Erweiterung des Betriebs kam es doch erst seit 1628, als Jindøich Slik Verbindung mit dem Nürnberger Münzmeister Jan Puzer von Puzenau angeknüpft hatte. Seine Bedeutung beweist auch die Tatsache, daß er sich in einer gewissen Zeit sogar als Planaer Münzmeister unterzeichnete. Neben ihm und später auch selbständig wirkte der Münzmeister Jan Kandier bis 1641. In dessen Stelle losten ihn folgende Münzmeister ab:

Jan Vodòanský /l641 1643/, Oldnch Zikmund Mirošovský von Mirošov /l644 1649/, Kašpar František Begner von Rossenfeld /1649 1651/, Jan Jiøi Beck von Munggau/1651 1655/und Jan Pelet aus Hundt/1655 1665/.

Das erste Silber kam in die Münzanstalt im Jahre 1629 aus der Erzgrube "Glück und Freude". Die Silbergewinnung war relativ niedrig, bei weitem konnte sie für den Betrieb nicht reienen und 1664 wurde Silbergewinnung völlig eingestellt.

Nach erhaltenen Rechnungen ergibt sich, daB man in Plana Taler, Groschen /d.h. Dreikreuzer/ und in kleinerem Maße auch Golddukaten gepragt hatte. Man prägte auch Kreuzer, die nur nach erhaltenen Prägeformen bewiesen sind.

In 1641 1651 und 1661 1662, d.h. in 13 Jahren, wurden etwa 3 300 Pfund Reinsilber zu Münzen gepragt. In diesen 13 Jahren wurden ca. 22 700 Taler und 363 250 Groschen gepragt; im Verlauf von vier Jahrzehnten waren es dann ungefähr 68 000 Taler und über eine Million Groschen.

Finanzielle Ergebnisse des Unternehmens waren überraschend schlecht. Man hat im Zeitabschnitt 1623 1645 insgesamt 11 876 Gulden aufgewendet, wobei man Silber von 12 318 Gulden Weit gewonnen hat. Der Ertrag in jenem Zeitabschnitt stellte nur 442 Gld. dar, d.h. bloße 3,59 %. Die letzten Berichte von 1660 1662 zeigen, dass bei dem gewonnenen Silber im Wert von 768 Gld. nötige Ausgaben von l 758 Gld. betrugen, d.h. ein Verlust von 990 Gld. Es wurde kein Profil erreicht und 1664 wurde der Betrieb in den Gruben völlig eingestellt.

Der Verlust in den Gruben wurde nicht einmal durch den Ertrag von Geldprägung aus dem gevonnenen Metall ersetzt. Beim Profit 6 399 Gld. und 57 Kr. betrugen die Kosten 6 334 Gld. und 26 Kr., so dass man nur einen geringen Ertrag von 1,026 % erreichte, soweit der Betrieb nicht sogar ganz mit Verlust arbeitete.

Man sollte deswegen das PrägestätteUnternehmen eher als eine StolzauBerung der Grafen Sliks betrachten, die zeigen wollten, daß sie Münzrecht besitzen und fähig sind, dies auszuüben.

Die in Plana geprägten Münzen charakterisieren sich durch das ŠliksWappen im Unterteil der Münze und im Oberteil befindet sich drei Gestalten: das Jesuskindlein, die St. Anna die Patronin der Stadt Plana und die heilige Jungfrau Maria.



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Jahr 1634
Jahr 1644
Jahr 1660
Jahr 1661
Jahr 1663



Josef Ansl, 2003