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Geschichte von Bergbau in der Umgebung


Silber, Blei, Kupferund Wismuterzgruben in Plana sind schon seit der Zeit vor Hussiten Kriegen bekannt. In späteren Chroniken sind Silbergruben unter Planaer Schloss und unter der Stadt erwahnt. Seit 1584 arbeitete in Kromwitberg /nördlich von Plana/ die St.AndreasZeche, die reich an Argentit war. Sie war noch in den Jahren 1740 1769 im Betrieb. 1692 arbeitete man in der St.PeterundPaulGrube bei Schlanze /Schlanzefuhr/. Sie befindet sich am Ende der Peters Vorstadt auf dem BohušBergabhang entlang der Pilsner Straße. Sie wurde 1696 verlassen.

Aus dem Jahre 1589 kennen wir die Grube Sv. Marie Pomocná /St.MariäHilf/ bei Plana, die für den VitriolFundort gehalten wurde, d.h. die Grube, wo man Pyrit förderte. Man arbeitete dort auch 1689 bis 1694. Noch im vorigen Jahrhundert befand sich oberhalb der Tür des Hauses Nr. 12 ein eingemauertes Muster aus Galenit, und es gibt eine Sage, dass sich hier die Schachtmündung befand, woher dieses Muster stammt. Das alte Bergwerk, eines dem ehemaligen Münzhaus benachbarten Objekt im unteren Makrtplatz, wurde während der Bauarbeiten an dem Bärenhof/Medvìdí dvùr/ angestoßen.

Ein bedeutendes Bergbaugebiet befmdet sich unter den Ortschaften Chodová Plana, Dolní Kramolín, Bonìnov, Michalovy Hory, Výškov. Man förderte dort schon im 13. Jahrhundert: Silber, Kupfer, Blei, Kobalt, und Nickel. Zum Erstenmal wurden die Gruben 1437 angegeben, als die Bewilligung von den Gräfen Sliks erteilt wurde. Laut der altesten Verleihungen hatte Graf Slik im Jahre 1542 eine Grube mit tiefem Stollen in Lasurberg im Besitz. In jener Zeit war es die einzige Stelle in Böhmen, wo man Kobaltund Nickelerz förderte. Das Kobalterz diente als Material für blaue Grundfarbe. Die Silberförderung belebten Jiøí Huber und Kryštof Stubendorfer im Jahre 1580, als sie die neue Grube "Glück mit Freude" geschlagen halten. Wie es sich nach Eintragungen ergibt, war diese Grube die ergiebigste Grube in der ganzen Region. Zur gleichen Zeit wurde mit dem Abteufen des tiefen Erbstollens "Osterreichisches Haus" ab der Ortschaft Dolni Kramolin angefangen. Dieser Stollen erreichte eine Lange von etwa 3 km. Bis zum Einstellen dieses Stollens wurde die Grube durch den Kaiser ZikmundStollen entwassert.

Der Beginn des 17. Jahruhunderts stellt die Blütezeit der Silbergewinnung dar. 1602 sind schon weitere Gruben im Betrieb: St. Barbora, Mladí Sasové (Junge Sachsen), St. Alžbìta, St. Dreieinigkeit, und der KaiserSiegmundStollen. Bis 1609 sind noch weitere Gruben hinzugekommen: St. Georg, Segen Gottes, St. Jakob und andere. Zur gleichen Zeit wurde der St. AnnaStollen bei Pavlovice vorgetrieben. 1623 wurden 62 Bergwerke im Betrieb angeführt. Die Sliks begannen 1623 die Grube "Glück und Fruede" aufs Neue auszunützen. Sechs Jahre lang war es nötig die Bergbauarbeiten zu subventionieren, nur in den Jahren 1629, 1633, 1641, 1644, 1650 und 1661 war der Abbau erfolgreich.

Nach 1663 wurde die Förderung in dieser Grube völlig eingestelltt. 1670 beginnt Marie Maximiliane Sinzendorf aufs Neue mit den Bergbauarbeiten, ohne dass die Grube jedwede Einnahme gewährt. 1675 hat sie davon abgelassen. Zu Ende des 17. Jahrhunderts hat man noch versuchsweise abgebaut, meistens erfolglos. In den 20. Jahren des 18. Jh. wurde die Erbgrube "Östereichisches Haus" mit dem Stollen "Glück mit Freude" in Betrieb gesetzt. Gleichzeitig wurde 1721 ein neuer Schacht aufgefahren, "Neues Glück mit Freude" benannt, der eine Tiefe von ca 130 m erreichte. Im Gebiet von Michalovy Hory werden 1730 neunundzwanzig Zechen im Betrieb angeführt. 1838 erwahnt man vier Zechen im Betrieb. Außerdem wurden noch Kobalt und Antimon bei Bonìnov und Kupfer in der Grube "Wolfram" abgebaut. In den 80. Jahren des 19.Jh. wurden Bergarbeiten im Revier fortlaufend eingestellt. Die Züricher Gesellschaft "Glück auf A.G." versuchte 1910 den Abbau wieder aufzunehmen. 1916 setzt die Gewinnung fort und ist angeblich ergiebig. In Michalovy Hory waren in jener Zeit die Gruben Jan Køtitel, Barbora und Jakub /Pb, Ag/ im Betrieb, weiterhin St. Michal /Ni/, die AloisGrube in Výškov /Pb, Ag/ und in Bonënov die Gruben "Segen Gottes" und Coelestin" /Sb/. Die Gesellschaft "DeutschBöhmisch Erzebergbau A.G." machte 1911 1923 einen weiteren Versuch, durchs Abteufen einer neuen Grube, genannt "Neue Grube", den Abbau wieder aufzunehmen. Die Gewinnung zeigte sich als unrentabel und die Grube wurde 1935 geschlossen.

Ein anderes bedeutende Revier mit Silbererz war das Gebiet von Smrkovec und Dolní Lazy. Die ersten Erzgange wurden vom Grafen Slik 1545 /MariaHilfStollen/ abgebaut. Nach der Schlacht auf dem WeiBen Berg bei Prag sind die Gruben verkommen worden und wegen des geringen Silberinhalts wurden verlassen. Nachster Versuch, die Gewinnung wieder aufzunehmen, wurde am Anfang des vorigen Jahrhunderts im Jahre 1812 gemacht. Die Gewinnung war doch erfolglos und wurde bald beendet. 1847 wurde der MariaHilfStollen wieder instandgesetzt, die Arbeit wurde aber schon nach einem Jahr (1848) beendet. 1853 versuchte man zum Letztenmal durch einen Stollenvortrieb am linken Ufer des Bachs "Podleský potok" Silber in diesem Gebiet zu gewinnen. Silberund Wismutgange wurden in den Stollen Jan /JohannisStollen/ im westlichen Teil des Reviers, weiterhin im unteren MariaHilfStollen mit einem 120 m langen und 10 m tiefen Schacht, im PfarrerPrösslStollen, der etwa 150 m vom Stollen Anna entfernt war, und in einem neueren Stollen am linken Ufer des Bachs abgebaut.

Mit dem Bergbau im Gebiet von Planá und Michalovy Hory hangt auch das Bergbaurevier im Gebiet von Tøi Sekery /Drei Axte/ zusammen. Lange Zeit förderte man dort vorwiegend Kupfererz, auch Blei, Silberund Kobalterze. Erste Erwahnungen sind aus dem Jahre 1536, als Kaspar Pflug die Gruben erschlossen hatte, die bis 1736 im Betrieb waren. 1836 wurden Bergbauarbeiten wiederaufgenommen. Zwei neue Stollen wurden aufgefahren, der eine bei der sogenannten Stollmühle /Na Štole/ östlich von der Gemeinde Tøi Sekery /Drei Axte/, der andere auf dem westlichen Abhang, wo die Gemeinde liegt. Die alten Stollen wurden folgendermaBen benannt: Antonín /Anton/, Anežka /Agnes/ und Jan Nepomucký /JohannNepomukBleizeche/. Noch im 19. Jahrhundert förderte man Kobalt und Silber. Die Gruben Elias Kupferzeche /Elias/ und St. Stephani /Sv. Štìpán/ wurden aufs Neue in Betrieb gesetzt. 1685 arbeitete man hinter der Glashütte bei Habermühle in der St.VeitZeche /Sv. Vít/. Im 16. Jahrhundert wurde hier Kupfererz gewonnen. Während der Arbeiten in den Jahren 1916 und 1923 wurde das Uranerz gefunden. Nördlich von Drei Axte (Tøi Sekery) wurde Kupfererz bei Neu Metternich /Novy Metternich/ gefördert. Man förderte östlich in der Stockzeche und westlich vom nördlichen Zipfel der Gemeinde, in der Bärenzeche. Bei der Gemeinde Broumov wurden Gold, Bleiund Eisenerze gewonnen. Neue Bergbauarbeiten wurden 1855 angegeben.

Gold wurde in zwei kleinen Bächern bei Bärenlöh und bei Slatina geseift. Im Wald Goldschachterl sieht man Reste von Goldseifenarbeiten auf der Berglehne des Bergrückens von Dylen. Nach Sternbergs Angaben erstreckten sich Goldseifenbergbauten von Dylen bis zum Kyselecký Hamr /Einzelhof, östlich von Mýtina/, wo ein Komplex vom Haldengestein an altes Goldwäschen erinnert.




Josef Ansl, 2003